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Abtei Maria Frieden Tel.: 09547 9223-0
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| Der Gutshof, der in
Kirchschletten bestand,
wurde von den Dorfbewohnern kurzerhand "Schloß" genannt. Er war
ursprünglich
im Besitz der Fürstbischöfe von Bamberg und hat eine bewegte
wechselhafte Geschichte, die urkundlich erstmals 1143 erwähnt
wird.
1896 kam das Schloßgut wieder in kirchliche Hände. Die Englischen Fräulein aus Bamberg erwarben das Gut als wirtschaftliche Grundlage für ihren Konvent und ihr Institut in Bamberg am Holzmarkt. Sie verkauften das Gut jedoch bereits 1914 wieder an den christlichen Bauernverein, der ein Dienstbotenaltenheim errichten wollte. Schon nach drei Jahren, 1917, ging das Gut aber in den Besitz der Benediktinerabtei von Niederaltaich über. Pater Albert Schmitt OSB, Diplomökonom, eröffnete eine landwirtschaftliche Lehrlingsanstalt. Der kleine Konvent der Benediktinermönche wirkte auch seelsorglich in der ganzen Umgebung. Als die Mönche alt geworden waren, konnte die Benediktinerabtei Niederaltaich keine jungen Mönche schicken, weil sie selbst zu wenig Nachwuchs hatten. Das Klostergut mußte verkauft werden. Am 13. Mai 1953 erwarben die Benediktinerinnen vom eucharistischen König das 67 ha große Gut. Äbtissin Edeltraud Danner OSB, gebürtig in Chieming am Chiemsee, hatte 1931 die erste philippinische Benediktinerinnenabtei auf der Insel Luzon gegründet, in Fatima, nahe der Bischofsstadt Vigan. Diese Gründung der Abtei Immaculate Heart of Mary wollte sie nun durch eine Tochtergründung in Deutschland festigen. Am 28. Mai 1953 wurden die Benediktinerinnen vom Eucharistischen König durch den Bamberger Erzbischof Josef Otto Kolb auf einstimmigen Beschluß des Domkapitels in die Erzdiözese Bamberg aufgenommen. Am 23. Juni 1953 übergab Abt Emmanuel Heufelder von Niederaltaich das Gut seinen neuen Besitzerinnen. In prophetischer Schau sprach er davon, daß ein Leben des Gebetes, der Arbeit und des Opfers nach der Regel des Heiligen Benedikt reiche Frucht bringen werde. Mutter Edeltraud Danner OSB rief junge philippinische Schwestern aus der Gründerabtei auf den Philippinen. Sie sollten als Pioniere die Gründung in Kirchschletten, das Kloster Maria Frieden, festigen. Es war der erste Versuch, in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg, philippinische Schwestern hier anzusiedeln. Diese mutige Tat erwies sich als äußerst segensreich. Mit Fleiß, Liebenswürdigkeit, Ausdauer und Bescheidenheit erwarben sich die philippinischen Schwestern bald die Zuneigung der Bevölkerung. Klima, Vegetation, Wirtschaft, Technik, Kultur - alles war ihnen neu, und doch schafften sie es, in unerschütterlichem Vertrauen auf Gottes Schutz und Hilfe, sich den Gegebenheiten anzupassen. Trotz großer Armut gestalteten sie in zäher Handarbeit die Lehrlingsanstalt in ein Nonnenkloster um und machten aus der Ökonomie ein Mustergut. Bereits 1961 bewirtschafteten sie die Landwirtschaft selbständig, ohne Verwalter und ohne Angestellte. Am 5. Mai 1973 wurde das Priorat Maria Frieden vom Heiligen Stuhl zur Abtei erhoben. Heute danken wir Gott, dem hl. Benedikt und dem hl. Josef, den wir als Verwalter eingesetzt haben, daß aus dem Kloster Maria Frieden in der Tat ein Ort des Friedens und eine Stätte der Zuflucht geworden ist für alle, die in den Verirrungen der Zeit Erquickung für ihre Seele und Erholung für ihren Leib suchen. |
| Es ist uns ein großes
Anliegen,
unser monastisches Leben, in dessen Mittelpunkt das Chorgebet steht,
apostolisch
fruchtbar werden zu lassen. Die Menschen, die zu uns kommen zu
Exerzitien,
Kursen, Einkehrtagen, oder einfach um Ruhe zu finden, können unser
Chorgebet mitvollziehen, da wir die Psalmen in deutscher Sprache
singen.
Entsprechend der Regel des hl. Benedikt leben wir von unserer Hände Arbeit. Wir betreiben die 67 ha große Landwirtschaft, leiten ein Bildungshaus und führen eine Wachswerkstatt. Diese drei Standbeine sind unsere Existenzgrundlage. Die Abtei ist autark. Wir haben keine Angestellten. Die Landwirtschaft und die Wachswerkstatt werden jeweils von einer Schwester geleitet, die den Meistertitel erworben hat. Wir möchten eine frohe, betende und arbeitende Gemeinschaft sein, die mit den Menschen die Sorgen des Alltags teilt und ihnen die Möglichkeit gibt, durch Begegnung, Ruhe und Gebet wieder Mut und Kraft zu schöpfen. |
| Unsere Gebetszeiten: | |||
| Montag bis Donnerstag: | Freitag und Samstag: | Sonntag: | |
| Laudes | 06:00 Uhr | 06:00 Uhr | 07:00 Uhr |
| Heilige Messe | 06:30 Uhr | 06:30 Uhr | 07:45 Uhr |
| Mittagshore | 11:45 Uhr | 11:45 Uhr | 11:45 Uhr |
| Vesper | 18:30 Uhr | 18:15 Uhr | 18:00 Uhr |
| Vigil, Komplet anschließend |
19.20 Uhr | 19:15 Uhr | 19:15 Uhr |