Salzburger Äbtekonferenz
ibs
INSTITUT FÜR BENEDIKTINISCHE STUDIEN
Salzburg


Programm 2012
Programm 2012 als pdf-Datei
23. - 27. Januar 2012:
MENSCHLICHE WIRKLICHKEIT   „... wer auch immer du auch bist" (RB Prol 3)

Die Benediktusregel legt eine Perspektive vor, die nicht ins Ideal abgehoben ist, sondern die Realität und Prägung jedes Einzelnen berücksichtigt. Sie setzt einen menschlichen und geistlichen Prozess voraus, der immer möglich ist und zu innerer Übereinstimmung führt, aber auch Grenzen und Barrieren nicht übersieht. Benedikt ermutigt zu einem Leben in diesem Spannungsfeld, das Erkenntnis und Gelassenheit ermöglicht und sich entfaltet in der Annahme seiner selbst sowie in der Weite des Herzens.

13. – 17. Februar 2012:
HERKUNFT - GEGENWART UND ZUKUNFT    „... wie unsere Väter“ (RB 48,8)  
Ort: Abtei Varensell (s. Info)

Ausdrücklich beruft Benedikt sich auf die Überlieferung und auf das Beispiel der Väter des Mönchtums. Sie geben Impulse für die biblische Gestaltung des Glaubensweges und ermutigen zu verantwortlichen Entscheidungen im eigenen Leben. Diese Überlieferung ist nie abgerissen und steht in direkter Kontinuität mit den Fragen unserer Zeit. Dieses reiche spirituelle Erbe gibt bis heute in seiner überlegten Vermittlung durch die Benediktusregel entscheidende Impulse für das Mönchtum heute.

12. – 16. März 2012:
NÄHE UND DISTANZ      „... sich dem Treiben der Welt entziehen.“ (RB 4,20)
 

Christliche Existenz ist von der Taufe her geprägt durch einen Lebensstil, der auf der Basis der Hl. Schrift eine klare Distanz schafft zu säkularen Wertungen. Diese Entscheidung übernimmt die RB nicht als Verweigerung und Weltflucht, sondern als Herausforderung im Wissen um die ‚Welt’ im eigenen Herzen. Die Weisung Benedikts richtet sich auf den verantworteten Umgang mit der Gesellschaft, in der die Mönche leben, und die notwendigen Entwicklungen, vor allem auf die Sensibilität für die Menschen und ihre Anliegen.

23. – 27. April 2012:
BESTÄNDIGKEIT UND FORTSCHRITT      „... bei seinem Entschluss bleiben.“ (RB 58,13)

Die Fähigkeit des Menschen zu Standfestigkeit und Entwicklung ist für die RB kein Gegensatz. Der gegenseitige Bezug von Beständigkeit und Flexibilität bildet vielmehr ein wichtiges Kriterium gelungener monastischer Existenz. Dabei hat die stabilitas grundsätzliche Bedeutung in der Gestaltung des gemeinsamen Lebens. Sie entfaltet sich durch die innere Dynamik auf dem Weg des Mönchtums und des Glaubens. Diesen Prozess der menschlichen und geistlichen Reifung unterstützt Benedikt auf der Grundlage der Hl. Schrift.

07. – 11. Mai 2012:
EIGENER WILLE - EIGENWILLE      „... aus eigenem Willen“ (RB 49,6)

Der eigene Wille nimmt in der RB einen bedeutenden Platz ein und spiegelt sich vielfältig in einer positiven Sicht. Die Befähigung zu persönlicher Entscheidung und Freiheit ist unverzichtbar und für Benedikt Kennzeichen einer Persönlichkeit, die in Übereinstimmung lebt mit der gewählten Lebenswidmung. Anders als der selbstbezogene Eigenwille ist der eigene Wille Ausdruck der Zustimmung und Übernahme persönlicher Verantwortung wie auch der freien Zustimmung zu den Werten des monastischen Lebens.

17. – 21. September 2012:
MIT PSALMEN BETEN      „... der ganze Psalter.“ (RB 18,23)

Die monastische Tradition übernimmt die bereits biblische Hochschätzung des Psalters aus der Praxis der Frühen Kirche. Die Psalmen sind auf eine für Benedikt typische Weise Mittelpunkt des Stundengebetes und Ausdruck des Lobpreises Gottes, der in seinem Wort dem Mönch gegenwärtig ist. Sie bilden die Gebets-Achse des klösterlichen Alltags, deuten und klären die vielfältigen Situationen der Gemeinschaft und die Lebenswirklichkeit des Einzelnen. Sie sollen helfen, sich selbst zu erkennen, zu verändern und zu heilen.

15. - 19. Oktober 2012:
FRIEDEN GESTALTEN      „... zur Wahrung des Friedens“ (RB 65,11)

Ort: Abtei Varensell (s. Info)

Die Wahrung des Friedens als weltumspannender Auftrag verwirklicht sich für Benedikt zuerst in der Gemeinschaft – mit sich selbst und untereinander. Friede ist nicht vorhanden, sondern muss stets gestaltet werden. Das gelingt mit der Bereitschaft, das Zusammenleben als Lernprozess zu Konsens und Einmütigkeit hin zu verstehen, der sich orientiert an der Verheißung des Evangeliums. Dieser Friede braucht Mut und Entschlossenheit, um auch bei unterschiedlichen Sichtweisen mit allen zusammen wirksam zu werden.

26. - 30. November 2012:
AUSGLEICH UND ZUGABE     „... wie es ein jeder nötig hat.“ (RB 34,1)

Eines der überzeugendsten Kennzeichen der RB ist ihre Ausgewogenheit. Ihre Bestimmungen schaffen eine Atmosphäre der Wahrnehmung eines jeden und der Zuträglichkeit, die sich orientiert an den konkreten Gegebenheiten der Gemeinschaft und der Unterschiedlichkeit der Mönche. In kluger Einsicht ist Benedikt um alle besorgt und unterscheidet entsprechend der Situation. Er nutzt die Möglichkeiten, durch Ausgleich und Zugabe das Leben maßvoll zu gestalten, wahrt aber einen klaren Blick für das wirklich Notwendige.


INFORMATIONEN

Beginn jeweils am Montag um 18.30 mit der Vesper; Ende jeweils am Freitag nach dem Frühstück.

Vor Beginn des jeweiligen Kurses erhalten die Teilnehmer/innen einen ausführlichen Rundbrief.

Unterbringung: Nach abgeschlossener Renovierung (Nasszelle, Lift) steht das Kolleg St. Benedikt den Teilnehmer/innen für die Kurse des IBS in Salzburg wieder als Unterkunft zur Verfügung.
Die Eucharistiefeier und das Stundengebet können mit dem Konvent von St. Peter gefeiert werden. Alle Arbeitseinheiten, Mahlzeiten und Gottesdienste finden weiterhin in der Erzabtei St. Peter statt. – Die Kurse im Februar und im Oktober 2012 findet in der Abtei Varensell mit eigenen Angaben für die Teilnehmer/innen statt.
Beginn jeweils am Montag um 18.30 mit der Vesper; Ende jeweils am Freitag nach dem Frühstück.
Vor Beginn des jeweiligen Kurses erhalten die Teilnehmer/innen einen ausführlichen Rundbrief.

Kosten:

Die Kosten für die Kurswoche betragen insgesamt 130,- EURO pro Person. Bitte überweisen Sie den Betrag vor Beginn des jeweiligen Kurses auf ein Konto der Salzburger Äbtekonferenz. Für Deutschland: Konto-Nr. 221155 bei der Volksbank Raiffeisenbank Berchtesgaden Land (BLZ 710 90000). Nennen Sie unbedingt als Begünstigten bzw. Zahlungsempfänger: SALZBURGER ÄBTEKONFERENZ.  -  Für Österreich: Konto-Nr. 2172073 bei der Salzburger Landes-Hypothekenbank (BLZ 55000). Für Teilnehmer/innen aus der SCHWEIZ: Die Kosten können auch in Salzburg beglichen werden, um die Banküberweisungsgebühren zu vermeiden.

Ihre Anmeldung wird erbeten bis jeweils 14 Tage vor Kursbeginn an:

Sr. Michaela Puzicha OSB
Institut für Benediktinische Studien

Postfach 113, A-5010 Salzburg
Tel. (0043) 0662/844576 125/126; Fax (0043) 0662/844576 126
E-Mail: ibs.salzburg@gmx.at
Internet: www.benediktiner.at und www. benediktinerinnen.de